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Folgen der Wirtschaftskrise: Zahlungsverhalten in Europa weiter verschlechtert

Viele Unternehmen in Europa haben seit Jahren mit verspäteten Zahlungseingängen zu kämpfen. Und in wirtschaftlich schwachen Zeiten verschärft sich diese Entwicklung meist. So auch 2008. Laut einer aktuellen Creditreform Umfrage hat sich das Zahlungsverhalten in den meisten europäischen Ländern im vergangenen Jahr weiter verschlechtert. Am längsten warten italienische (92 Tage), französische (58 Tage) und britische (53 Tage) Unternehmer auf die pünktliche Bezahlung ihrer Produkte und Dienstleistungen. Kommt ein Zahlungsverzug hinzu, vergehen in diesen Ländern sogar zwei bis drei Monate, ehe die Rechnung beglichen wird. Verglichen mit dem Vorjahr entspricht das einem leichten Anstieg. Besser ergeht es den Betrieben in den Niederlanden und der Schweiz. Hier wird der Zahlungseingang für gelieferte Produkte und Dienstleistungen bereits nach 24 Tagen, spätestens aber nach 40 Tagen, verzeichnet.

Je länger ein Betrieb auf seine Zahlungseingänge warten muss, desto stärker ist die eigene Liquidität gefährdet. Ein Vergleich mit den Insolvenzzahlen zeigt: In den Niederlanden und der Schweiz ist die Zahl der Unternehmensinsolvenzen im vergangenen Jahr gesunken. In Italien und Frankreich hingegen ist die Insolvenzquote für Firmen gestiegen.

Hohe Außenstände können gerade für kleinere Unternehmen schnell zu einem Existenzproblem werden. Ein professionelles Liquiditäts- und Forderungsmanagement sollte daher für jeden Unternehmer selbstverständlich sein – auch und gerade, wenn er im Ausland aktiv ist.

 



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