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Dienstleister der Informationsgesellschaft: Unternehmen greifen für Entwicklung und Angebot eigener Dienste nur zögerlich auf Internet-Plattformen zurück
Dienstleister der Informationsgesellschaft: Unternehmen greifen für Entwicklung und Angebot eigener Dienste nur zögerlich auf Internet-Plattformen zurück
Ergebnisse der Konjunkturumfrage des Verbandes der Vereine Creditreform und des ZEW im Wirtschaftszweig "Dienstleister der Informationsgesellschaft"
Neuss / Mannheim, 19.04.2010
Internetbasierte Technologien und Dienste werden von den Unternehmen des Wirtschaftszweigs Dienstleister der Informationsgesellschaft sehr unterschiedlich genutzt. So finden Internetplattformen für die Entwicklung und das Angebot eigener Anwendungen und Dienste bei ihnen nur geringen Zuspruch. Dagegen ist für die große Mehrheit der Unternehmen die gelegentliche oder gar intensive Nutzung von Kommunikations- und Online-Informationsdiensten inzwischen eine Selbstverständlichkeit. Dies ist das Ergebnis einer
Umfrage bei den Dienstleistern der Informationsgesellschaft, die das Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung (ZEW) Mannheim in Zusammenarbeit mit dem Verband der Vereine Creditreform, Neuss, im März 2010 durchgeführt hat (Einzelheiten zur Umfrage am Ende der Pressemitteilung). Zu den Dienstleistern der Informationsgesellschaft gehören IKT-Dienstleister (Unternehmen der Branchen Software und IT-Dienste, IKT-Fachhandel sowie Telekommunikationsdienste) und wissensintensive Dienstleister (Unternehmen der Branchen
Steuerberatung und Wirtschaftsprüfung, Unternehmensberatung, Architekturbüros, technische Beratung und Planung, Forschung und Entwicklung sowie Werbung).
„Das Internet etabliert sich zunehmend als ein Medium über das die Unternehmen auf verschiedene Dienste und Technologien zugreifen können. Dabei ist ein entscheidender Vorteil, dass sie diese Dienste zwar bei Bedarf abrufen können, aber nicht mehr selbst vorhalten müssen“, erklärt Miruna Sarbu, Wissenschaftlerin am ZEW. Allerdings gibt es, wie die ZEW-Umfrage zeigt, bei der Inanspruchnahme der Dienste und Anwendungen durch die Unternehmen erhebliche Unterschiede. So greifen über 80 Prozent der Unternehmen
mehr oder weniger stark auf Online-Informationsdienste zu. Dazu zählen beispielsweise Firmendatenbanken oder Benchmarkingdienste, mit deren Hilfe sich Unternehmen mit ihren Wettbewerbern vergleichen können. Ebenfalls häufig kommen bei rund zwei Drittel der Unternehmen Kommunikationsdienste wie Video- und Webkonferenzen zum Einsatz. Rund 41 Prozent der Unternehmen greifen gelegentlich oder intensiv über das Internet auf Unternehmenssoftware zu und fast 34 Prozent rufen Speicherkapazität und Rechenleistung über
das Internet ab. Wenig gefragt sind dagegen bisher Plattformen für die Entwicklung und das Angebot eigener internetbasierter Anwendungen und Dienste. „Lediglich knapp 23 Prozent der Unternehmen des Wirtschaftszweigs geben an, diese Anwendungen vereinzelt oder intensiv zu nutzen“, sagt Miruna Sarbu.
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Ihre Ansprechpartner beim ZEW
ZEW - Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung
Frau Miruna Sarbu
Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien
L 7, 1
68161 Mannheim
Tel.: 06 21 / 12 35-334
Fax: 06 21 / 12 35-333
sarbu@zew.de
www.zew.de
Das ZEW wurde im Jahr 1991 in einer gemeinsamen Initiative der baden-württembergischen Landesregierung, der
Landeskreditbank Baden-Württemberg und der Universität Mannheim gegründet. Die Forschungsausrichtung liegt im
einzelwirtschaftlichen Bereich, der Branchenanalyse und der Ökonometrie. Rund 80 Wissenschaftler sind am ZEW in den
Forschungsbereichen Internationale Finanzmärkte, Arbeitsmärkte, Industrieökonomik, Unternehmensbesteuerung und
Umweltökonomik tätig.
Die Forschungsgruppe Informations- und Kommunikationstechnologien beschäftigt sich mit den Auswirkungen
moderner Informations- und Kommunikationstechnologien auf die Wirtschaft. Den Schwerpunkt der Analysen bilden dabei
industrie- und arbeitsmarktökonomische Fragestellungen.
Zur Systematik / Anmerkung zur Hochrechnung
Der ZEW-IDI wird aus den vier Komponenten Umsatzlage, Nachfragelage, Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen
(jeweils im Vergleich zum vorhergehenden beziehungsweise nachfolgenden Quartal) gebildet. Sie gehen jeweils mit
gleichen Gewichten in die Berechnung ein. Umsatzlage und Nachfragelage bilden einen Teilindikator, der die
Geschäftslage widerspiegelt. Umsatzerwartungen und Nachfrageerwartungen bilden einen Teilindikator, der die
Geschäftserwartungen widerspiegelt. Das geometrische Mittel der Geschäftslage und der Geschäftserwartungen ergibt den
Wert des ZEW-Indikators der Dienstleister der Informationsgesellschaft. Der Stimmungsindikator kann Werte von 0 bis 100
annehmen. Werte größer als 50 weisen auf eine Verbesserung der konjunkturellen Stimmung im Vergleich zum Vorquartal
hin, Werte kleiner als 50 auf eine Verschlechterung im Vergleich zum Vorquartal.
Ausführliche Informationen zur Entwicklung und Berechnung finden Sie hier:
ZEW-Dokumentation Nr. 03-09 (PDF)
Einen Überblick über die ZEW/Creditreform Konjunkturumfrage finden Sie hier.
Allgemeine methodische Hinweise (PDF)
Angewandtes Hochrechnungsverfahren (PDF)
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